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Als sie dieses Morgens erwachte, hatte sie zum ersten Mal nicht das Gefühl aufgewacht zu werden. Es drückte sie nichts hinaus in die Welt, in die sie nicht wollte, in die sie nur deshalb gezwungen wurde hinüberzutreten, da ihre innere Welt kollabierte. Statt dessen fühlte sie, wie sie sich selbst gebärend die geäderte Bauchdecke durchstieß, welche sie aus Rücksicht, Furcht oder Liebe niemals als passierbar verstanden hatte. Wie ein kleines Monster mit Zähnen auf ihrer runden Zunge, wie eine lebende Schleifmaschine, schreiend und sich windend bahnte sie sich ihren Weg hinaus durch irreversible Zerstörung ihrer eigenen Geborgenheit. Mit ausgebreiteten Flügeln erwartete sie die Melancholie, und hüllte sie ein wie in eine orange-rote Decke, sobald sie angekommen war in der neuen Welt, und sich den Resten der Alten entledigt hatte.

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Durch das große Haus am Rand einer Stadt ist er nachts im Schlaf mit einem Seil geschlichen, durch alle Zimmer, auf der Suche nach seiner Mutter. Dann, als er sie fand im Schlafzimmer, in dem sie oft mit seinem Vater gelegen hatte, nahm er das Seil und wickelte es um ihren Hals. Er zog es fest und schlang es um den oberen Knauf des Bettpfostens, der so oft an die Wand gestoßen war, dass er einen kreisrunden Abdruck in der Tapete hinterlassen hatte.

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