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Ein Mann kehrt jede Nacht im Traum zurück auf eine steinerne Wendeltreppe, die er hinauf hastet. Vor ihm, immer eine Biegung voraus, ein anderer Mann. Er bemüht sich, ihn einzuholen, aber je schneller er läuft, desto schneller läuft der Unbekannte vor ihm. Von oben betrachtet kreisen Mann und Mann unablässig umeinander. Von oben betrachtet wird die Spirale des Treppenhauses zum Kreis.

Er weiß, dass er sich im Inneren eines sehr hohen Leuchtturms befindet, dessen Plattform er noch nicht erreicht hat. Große, leicht gebogene Quader aus Gummi mit hellen Fugen bilden die fensterlose Außenmauer sowie eine mittige Säule, an der sich die Treppe emporwickelt.

Er weiß nicht, wie es außerhalb der runden Mauer ausschaut. Er denkt auch gar nicht darüber nach. Es gibt keinen Außenraum. Zu hypnotisch sind die Schritte des Mannes vor ihm auf der Treppe. Mal sieht er den Saum einer dunkelblauen Jogginghose, mal die Ferse eines Sportschuhs, der sich quietschend vom Treppenabsatz löst.

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