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Ein Mann legte sich jeden Abend zum Schlafen nackt in die Badewanne und stellt sicher, dass der Stöpsel fest im Abfluss saß. War er eingeschlafen, begann sein Körper in eine gallert-artige Masse zu zerfließen bis er ganz aufgelöst war in einer formlosen, gelblich-transparenten Flüssigkeit, die still in der Wanne stand. Lediglich Körperteile, die er im Schlaf anspannte, erhielten ihren festen Zustand, als ob ihre Verkrampfung mit der weichen, fließenden Substanz des restlichen Körpers nicht vereinbar wäre. So trieb nachts, in der vollen Badewanne, im fahlen Licht des Mondes, manchmal ein Nacken, ein Bein, ein Penis auf der glatten Oberfläche, trieb an den Rand der Wanne und dann, wenn er dort geräuschlos abgestoßen wurde, in die andere Richtung weiter, bis der Morgen ihn mit dem restlichen Organismus wieder vereinte.

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In einem kleinen, unterirdischen Bau im Permafrostboden lag etwas, ähnlich eines Menschen und schlief. Es war noch nie aufgewacht und noch nie eingeschlafen. Es hatte kein Sein im wachen Zustand, keinen klaren Anfang und kein Ende. Möglicherweise unterstützten die niedrigen Temperaturen in der Höhle die lange, sinnlose Ruhe, in der das Menschenähnliche existierte. Dies und wie ähnlich es einem Menschen wirklich war, entzog sich aufgrund des andauernden Schlafes einer tiefergehenden Prüfung.

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